Impuls zum Sonntag

Werde Hoffnungsträger

„Werde Hoffnungsträger!“, so ist das Leitwort der Diaspora-Aktion in diesem Jahr. Hoffnung zu tragen ist etwas sehr Aktives und tritt vielfältig auf. Sie kann eine Christophorusaufgabe sein. In ihr steckt die Kraft – wie im heiligen Christophorus -, mit dem noch so Schweren auf der Schulter den Weg des Lebens dennoch bewältigen zu können. Insbesondere bei all dem Schweren, was andere nicht allein tragen können.

Ein weiterer Aspekt der Dynamik der Hoffnung ist, dass in ihr der Treibstoff zum Aufbruch liegt. Der Aufbruch zu Neuem, Unbekanntem. Es wäre beispielsweise niemand zum Mond geflogen, wenn nicht die Hoffnung bestanden hätte anzukommen.

Manchmal braucht es Menschen, die einem zeigen, dass es sich zu hoffen lohnt, um aufbrechen zu können. Wie Abraham, der im hohen Alter von Gott den Auftrag und die Verheißung erhielt, aufzubrechen und Vater eines großen Volkes zu werden. Hoffnungsträger zu sein ist ein lebenslanger Prozess. Er beginnt mit dem ersten Schrei des Neugeborenen und endet in der Hoffnung des letzten Atemzuges, dass der Tod keinen Sieg davonträgt.

„Werde Hoffnungsträger“ ist die Verheißung, am Göttlichen teilzuhaben. Nichts anderes ist die Zusage der Taufe: Du Mensch, werde Hoffnungsträger in meiner Welt – in unserer Welt.