Impuls zum Sonntag

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der im Acker vergraben war“ (Mt 13, 44)

...besser ist es, den Schatz der Liebe zu suchen...


Im heutigen Evangelium erzählt uns Christus das Gleichnis vom Schatz im Acker. Es geht um die Sehnsucht nach etwas sehr Kostbarem, was aber irgendwie noch verborgen bleibt. Dieses Sehnen nach einem „Schatz“ bewegte die Herzen der Menschen aller Zeiten und bewegt uns auch heute. Und an diesem Punkt knüpft Jesus an. Er versteht es, seine Vergleiche aus menschlichen Bereichen zu nehmen, die besonders intensiv erfahren werden.

Aber oft wollen wir nicht in unserer Suche nach dem verborgenen Schatz scheitern. Oder wir haben Angst vor dem Neuen. Wir klammern uns an Bewährtes, damit wir uns mit Neuem nicht belasten, damit wir uns nicht zu ändern brauchen. Letztlich ist es nur Angst um uns selbst...

Gerade hier ist ein Punkt, an dem Jesus uns weiterhelfen könnte! Jesus hat auch diese Angst gespürt. Er kann und will uns Mut machen.
Unsere Sehnsucht nach Glück, nach Liebe, nach Geborgenheit, danach, endlich einmal keine Angst vor uns selbst zu haben, das alles ist es, was er uns anbietet. Das ist der Schatz, für den wir alles hergeben können, für den es sich lohnt. Das erfordert von uns, sich selbst in Frage zu stellen, sich mit seiner Angst Gott auszuliefern, um so viel reicher zu werden.

Suchen wir diesen Schatz, der Liebe, Hilfe, Angenommensein und Ziel unserer Wünsche bedeutet. Dann werden wir aufatmen, dann werden wir freier unseren Mitmenschen begegnen. Wenn wir dazu gelangen, uns selbst und unsere Nächsten so zu akzeptieren, wie sie sind und dabei wissen: Gott akzeptiert dich auch so, mit deinen Fehlern, auch wenn du wieder versagst, dann wird unsere Flucht vor uns selbst, die Gewalt gegen andere aufhören, dann wird es erträglicher und menschlicher werden.