Impuls zum Sonntag

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid.“ (Mt 25,34)

Der Christkönigssonntag ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Es ist eine gute Gelegenheit Rückschau zu halten, uns fragen, was aus unserem bisherigen Leben und aus diesem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr geworden ist, wie unser Bemühen war, wo das Versagen lag. Bei dieser Rückschau ist Christus dabei. Mit uns geht er noch einmal den Weg.

Zur Betrachtung wird uns heute im Evangelium das Jüngste Gericht nach Matthäus angeboten. Jesus Christus ist bei den Menschen anwesend, die mit uns im Laufe des Jahres und überhaupt im Laufe unseres Lebens zu tun gehabt haben und noch haben. Die Beziehung zu Ihnen gibt unserem Leben seine Gestalt. Und diese Beziehung wird immer wieder von der Anwesenheit Christi erleuchtet.

Die heutige Botschaft will uns helfen zu begreifen, dass unser Leben ein Geschenk ist, das wir in uns tragen. Es ist eine Einladung, das Leben bewusster zu leben, jeden Tag so zu gestalten, dass wir dieses Geschenk Gottes immer wieder dem Nächsten „zeigen“ können. Es aus der Verpackung nehmen, mit ihm andere bereichern, uns mitteilten, sodass wir selbst zum Geschenk werden.

Christus begegnet uns in dem anderen manchmal unverhofft. Er tritt in unser Leben in mannigfaltiger Gestalt. Öffnen wir uns einander, dann werden wir ihn erkennen und ihm begegnen können.
Denn wie er uns begleitet, so wird er uns auch empfangen, wie gut wir ihn kennen wollten, so wird er auch uns wiedererkennen. Öffne uns Herr, dann wird das Geschenk deines Reiches sich erfüllen!