Impuls zum Sonntag

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (Mt 11, 25)

Ruhe suchen - Ruhe finden

Im heutigen Evangelium spricht Jesus von der Offenbarung des göttlichen Lebens, des Lebens der Dreifaltigkeit. Diese Offenbarung wird aber nicht allen gleichermaßen zugänglich.  Jesus sagt, niemand kenne den Vater nur der Sohn und niemand kenne den Sohn nur der Vater und der, dem es der Vater offenbaren will.

Kennen wir Jesus?

Haben wir die Botschaft Jesu verstanden oder ist sie uns zum Anstoß geworden, der uns zu Fall bringt? Haben wir uns überhaupt mit ihm befasst – oder gehören wir zu den „Weisen“, die Jesus verurteilen. Diese „Weisen“ und „Klugen“ sind diejenigen, die sich gegen Jesus versperren, weil sie meinen, besser ohne ihn auszukommen.

Unmündige dagegen sind die Armen im Geiste, die sich freimachen von Stolz, frei für Jesu Wort und Botschaft. Dazu ist auch ein Paulus zu zählen, der wie unter Zwang zu ihm hingetrieben wird. Und er setzt sich mit Jesus auseinander, seine Schriften geben Zeugnis davon; nicht in einer Art, die ihn total ablehnend in Frage stellt, sondern in dem er sich kindlich öffnet und hört. Nur so kann er Jesus erfahren und beglückend verstehen:

Kommt alle zu mir, die ihr beladen seid. In, mit und durch Jesus neues Leben finden bedeutet, Sinn finden, Ruhe, Glück.

Wir wollen uns bemühen, klein, ohne stolze Gedanken vor ihn zu treten – und Ruhe finden. Ruhe für unsere Seele, auch in diesen Ferientagen...!