Impuls zum Sonntag

„Fürchtet euch nicht vor den Menschen“ (Mt 10, 26)

„Fürchtet euch nicht vor den Menschen“ (Mt 10,26)

Wenn unser Tun und Reden Wahrheit beinhaltet, dann brauchen wir nicht im Verborgenen zu leben. Aber fürchten wir uns nicht trotzdem davor mit anderen Menschen über Gott zu sprechen? Haben wir Angst vor den Blicken der Kollegen, wenn wir “beichten“, dass wir Christen und sogar katholisch sind?

Wenn wir den Wert einer Sache erkannt haben, dann sprechen wir gerne mit anderen darüber. Und stärker noch sagt ein Sprichwort: „Wovon das Herz voll ist, läuft der Mund über.“

Wenn wir also von Gottes Größe überzeugt sind, uns seine Liebe entflammt hat, sein Geist uns eingeführt in die Wahrheit seiner Botschaft, dann gibt es keinen Grund, von alle dem zu schweigen. Unser Leben ist so reich durch die Freiheit und Güte, die er uns schenkt. Darum sollten wir reden, nicht im Dunkeln einer  anonymen Versammlung bleiben.

Unsere Gemeinde sollte zu  einem wirklichen Ort der Begegnung mit Gott und den Menschen werden, weil wir gerade gemeinsam erfahren, wie Er in uns wirkt und zu uns spricht. Dort erhalten wir Kraft aus dem gemeinsamen Lob Gottes. Wenn Wahrheit der Inhalt unserer Gebete, unserer Gespräche und Versammlungen, Liebe und Achtung der Rahmen sind, dann gibt es keinen Grund für Angst, dann kann kein Schatten unsere Beziehungen trüben.

In der Gemeinde, die von solchem Geist lebt, ist der Geist Jesu lebendig unter uns, der Geist Gottes, der uns führt. Und selbst, wenn andere uns auf mancherlei Weise übel nachreden oder verfolgen, wir dürfen niemals zu Halbwahrheiten unsere Zuflucht nehmen. Jesus ist die Wahrheit. Ihn verkünden wir, wenn wir uns gegenseitig annehmen, uns an seinem Wort ausrichten und miteinander leben.