Impuls zum Sonntag

Er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.

Der 6. Sonntag der Osterzeit kündigt schon ein baldiges Kommen des Heiligen Geistes an. Dieser Geist wird Beistand genannt, aber auch Tröster, Verteidiger, in die Freiheit und Wahrheit Führender. Er ist die Erfüllung der Frohbotschaft, ihre Verwirklichung in jedem, der ihn aufnimmt. Sein Wirken ist auch in der Vielzahl der geistigen Strömungen in der heutigen Zeit zu sehen. So zunächst auch im einfachen Dienst vieler Menschen, die beweisen, dass Christi Lehre für sie Leben bedeutet, Inhalt ihres Seins. Aber auch in den Auseinandersetzungen, im Suchen nach der Wahrheit. Denn dieser Geist ist der Geist der Wahrheit. Und er wird uns helfen, wenn unser Bemühen echt ist. Das ist Grund genug, dass wir uns freuen, was immer auch geschieht. Mögen wir auch noch so schwach sein, aber unser Denken zielt auf Gott, dann lässt er uns nicht allein. Aber es ist an uns, ihm Platz einzuräumen in unserem Denken und Handeln. Dann wird uns seine Nähe bewusst in allen Situationen des Lebens.

Vertrauen wir uns ihm an, denn er begegnet uns überall, im Menschen neben uns, in der Stille, in der Gemeinschaft der Eucharistie. Nur in diesem Vertrauen werden wir erkennen, wie beglückend dieses Vertrauen ist. Dann bestimmt nicht mehr Missmut und Hoffnungslosigkeit unser Leben, sondern die Freude, die von ihm kommt, die alles ertragen lässt. Denn er lebt und ist mitten unter uns. Öffnen wir uns für ihn, und wir leben in ihm, frei von Angst und Hoffnungslosigkeit.

Wir sind besonders in den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten eingeladen, um das Kommen des Heiligen Geistes zu bitten, die sogenannte „Pfingstnovene“ zu halten.

Sie finden hier ein Beispiel für eine Pfingstnovene aus dem Bistum Augsburg, der sich auch gut für den persönlichen Gebrauch eignet.