Impuls zum Sonntag

Die Flamme des Hl. Geistes und der Dreifaltigkeit.

Das Symbol der Flamme des Hl.Geistes und der Dreifaltigkeit. Bischofsstab von Dr. Heiner Wilmer, SCJ, Bistum Hildesheim.

„Ich bitte dich, Vater, lass sie eins sein, wie wir eins sind. Halleluja“.

So lautet der Kommunionvers des 7. Sonntags der Osterzeit. Dieser Vers bezieht sich auf die Abschiedsreden Jesu, von denen wir einen Teil im Evangelium hören. Unmittelbar vor seinem Leiden hinterlässt Jesus in Form eines langen Gebetes sein Vermächtnis an die Jünger und durch sie an die Kirche aller Zeiten. Die Kirche wird durch das Kommen des Heiligen Geistes am Pfingsttag geboren. Sie ist die „Ernte“ des Lebens Jesu, sein Leib, wodurch die verheißene Erlösung alle Menschen erreichen will. Jesus und sein Vater sind eins. Seine Kirche soll eins werden in einer tiefen Gemeinschaft mit der Dreifaltigkeit.

Es bleibt das Wirken des Heiligen Geistes, dass die Kirche in der Vielfalt der Charismen und  der Dienste eins wird. Man erlebt heutzutage aber einen noch vielfach gespaltenen Leib Christi. Der Geist Gottes hat vor sich noch ein breites „Arbeitsfeld“. Die Einheit aber beginnt mit der Überwindung der Spaltung jedes einzelnen Gliedes dieses Leibes. Eins mit uns selber werden. Versöhnung mit dem eigenen Charakter, mit den eigenen Schwächen, mit der eigenen Geschichte… Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Und dann lernen die Barrieren aufgrund der Verschiedenheit der Glieder abzubauen. Den Anderen annehmen in seinem Anderssein und gemeinsam mit ihm einen Weg der Versöhnung gehen.

Komm Heiliger Geist und schaffe in uns und untereinander die Einheit, die uns Gemeinschaft mit Dir gewährt!