Impuls zum Sonntag

„Das Reich Gottes ist nahe“ (Mk 1, 15)

Am Mittwoch begannen wir die österliche Bußzeit dieses Jahres. 40 Tage lang werden wir zur christlichen Zucht eingeladen, „damit wir dem Bösen absagen und mit Entschiedenheit das Gute tun“ (Tagesgebet am Aschermittwoch).

Die Asche, die wir auf unseren Kopf in den Messen am Mittwoch bekamen ist ein Hinweis auf unsere Vergänglichkeit.  Aber das ist nicht das letzte Wort über uns, sondern der neue Mensch, der in Christus erneut, wieder geboren wird.

Diese Zeit kann uns deshalb konkret Hilfe zur Lebensgestaltung sein. Am Ende der Fastenzeit stehen Tod, Versagen, Verurteilung Jesu und sein Sieg über alles menschliche Denken und Tun, über Tod und Verfolgung. Diese Fastenzeit kann uns wieder neu zur Vorbereitungszeit werden, kann zu einer Heilszeit für die Menschen werden, wenn wir sie zu nützen verstehen.

Ändern wir unsere Arbeitswelt und die Verhältnisse im Umgang mit unseren Mitmenschen. Nutzen wir diese 40 Tage als Anfang zu mehr Verständnis und Rücksichtnahme zu Hause, in der Familie, in der Gruppe, zu Aufgeschlossen sein gegenüber anderen Menschen, teilen wir mit den anderen Freude und Leid, teilen wir uns den anderen mit. Dann steht am Ende wirklich Ostern mit der Auferstehung des Menschen, mit der Neuschaffung der Welt, dann ist Christus in uns, in unserer Welt auferstanden, dann haben wir uns selbst gefunden und sind vorbereitet für die Zeit nach Ostern, die mehr und mehr mit Christus zum Vater, zum Glück unserer Mitmenschen, zum Reich Gottes, hinführt.