Individuelles Schutz- und Hygienekonzept

zur Durchführung religiöser Veranstaltungen in der katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

in Auswertung der aktuellen rechtlichen Vorgaben des Senats von Berlin (letztmalige Änderung/Aktualisierung vom 23.06.2020), sowie des daraus erstellten "Schutzkonzeptes für die Feier von Gottesdiensten im Erzbistum Berlin" (letztmalige Änderung basierend auf der Festlegung vom 24.04.2020 und folgenden Ergänzungen/Änderungen im Rundschreiben des EB Berlin Nr. 26/2020 vom 06.07.2020) legt unser Gemeindepfarrer Ladislao Jareño Alarcón, nachfolgend genanntes individuelles Schutz- und Hygienekonzept für die Durchführung religiöser Veranstaltungen in der katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden verbindlich fest.

1. Generelle Richtlinien

a. Mund-Nase-Schutz
Während des Fortbewegens in der Kirche zum Betreten und Verlassen, sowie zum Gang zur Kommunion oder Anbetungsorten wie dem Wallfahrtsbild, ist in unserer Kirche das Tragen des Mund-Nase-Schutzes dringend erbeten. Während des Sitzens auf den ausgewählten/zugewiesenen Sitzplätzen kann die Maske nach eigenem Wunsch abgenommen werden, sofern der Sicherheitsabstand von 1,5 m zu weiteren Personen zu jeder Zeit gewährleistet ist.

b. Sitzplatzkennzeichnung
Jede, unser Gotteshaus betretende Person, darf sich nur entweder einzeln oder mit einer weiteren im Haushalt lebenden Person, an den gekennzeichneten Plätzen hinsetzen. Die Räume, zwischen den gekennzeichneten Plätzen, sind generell freizulassen. Während religiösen Veranstaltungen ist der einmal eingenommene Platz nur aus unumgänglichen Gründen zu verlassen, ein nicht notwendiges Umherlaufen in der Kirche hat zu unterbleiben.

c. Laufrichtungen
Die durch die auf dem Fußboden angebrachten Pfeile vorgegebenen Laufrichtungen, sind zur Vermeidung der Überschneidung von Laufwegen zwingend einzuhalten. Einlass in die Kirche wird nur durch den Haupteingang (von außen gesehen linke Tür mit Blick auf die Kirche) gewährt. Das Verlassen nach Ende der religiösen Veranstaltungen erfolgt nur durch die als Ausgang gekennzeichnete Tür (von außen gesehen rechte Tür mit Blick auf die Kirche).

d. Lüften
Nach jeder religiösen Veranstaltung ist der Kirchenraum durch das Öffnen beider Eingangstüren wenigstens 15 Minuten (Durchzug) zu lüften. Durch die Ordner ist sicherzustellen, dass in dieser Zeit keine Personen in der Kirche aufhalten, bzw. diese betreten können.

e. Desinfektion 
Alle Besucherinnen und Besuchern sind verpflichtet, sich vor Betreten der Kirche die Hände an dem dafür aufgestellten Spender mit dem darin befindlichen Händedesinfektionsmittel im Kirchenvorraum zu desinfizieren. Die Kontaktflächen der Kirchenbänke, Türklinken und sonstig möglichen Kontaktflächen, werden nach jedem Gottesdienst von den Ordnern mit Flächendesinfektionsmittel desinfiziert.

f. Ordner
Für jede religiöse Veranstaltung werden bis zu vier vom Gemeindepfarrer beauftragte Ordner aus den Reihen freiwilliger Gemeindemitglieder bestellt. Die Ordner werden mündlich und/oder in ihre Aufgaben eingewiesen. Die Ordnerrichtlinien liegen in der Sakristei aus. Den Anweisungen, der zur Einhaltung aller in diesem Hygiene- und Schutzkonzept enthaltenen Vorgaben, ist in jedem Falle Folge zu leisten. Sie üben für die Zeit ihres ehrenamtlichen Ordnerdienstes das Hausrecht im Auftrag des Gemeindepfarrers aus

2. Teilnahme an religiösen Veranstaltungen, wie Gottesdienste u.dgl.

a. Maximalteilnehmerzahl
Unter bestimmten Voraussetzungen können in der Kirche Maria Frieden in Berlin-Mariendorf, auf Grund der gegebenen räumlichen Möglichkeiten, bis zu max. 98 Personen an einer religiösen Veranstaltung teilnehmen. Diese Anzahl bedingt die Doppelbesetzung jedes gekennzeichneten Platzes in der Kirche. Mit jedem einzeln zur religiösen Veranstaltungen kommenden Gläubigen verringert sich diese Maximalanzahl möglicher Teilnehmer.

Sonderregelungen, die diese Maximalanzahl an Teilnehmern ggf. überschreiten können, bedingen der Zustimmung des Gemeindepfarrers und sind auch nur unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben möglich. Die Ordner haben, ohne Ausnahme, die Einhaltung der Teilnehmerbeschränkung zu garantieren. 

b. Liturgische-Dienste
Alle für die Durchführung der religiösen Veranstaltung erforderlichen Personen, wie Zelebrant, Küster, max. zwei Ministranten, Lektor, Gottesdienstbeauftragter, Kirchenmusiker, ggf. ein Kantor, werden nicht zur Maximalteilnehmerzahl hinzugerechnet. Abgesehen von der Entpflichtung zur Eintragung in der Teilnehmerliste (siehe Pkt. 2.c) haben sich alle liturgischen Dienste an die Festlegungen dieses Konzepts zu halten.

c. Dokumentationspflicht
Alle Teilnehmer an einer unserer religiösen Veranstaltung (außer Liturgische Dienste, siehe Pkt. 2b.) haben, zwecks Eintragung in die vorgeschriebene Teilnehmerliste, Vorname, Name, vollständige Meldeanschrift sowie telefonische Erreichbarkeit wahrheitsgemäß anzugeben.

Alle personenbezogenen Daten werden unter strenger Einhaltung der Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung für vier Wochen vor Fremdzugriff geschützt im Pfarrbüro aufbewahrt und anschließend vernichtet.

d. Anmeldungen
Alle Teilnehmer, die an einer religiösen Veranstaltung in Maria Frieden teilnehmen möchten, werden gebeten sich vorab anzumelden und haben dafür zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

  1. telefonischer Voranmeldung
    Mit Nennung aller unter Pkt. 2 (b) genannten Daten, ist dies zu den bekannten Öffnungszeiten über das Pfarrbüro oder montags bis freitags zwischen 10:00 und 11:00, sowie zwischen 18:00 und 19:00 Uhr unter der Telefonnummer 0173/6028496 möglich. 
  2. persönliche Voranmeldung

Mit Nennung aller unter Pkt. 2 (b) genannten Daten, ist die Anmeldung nach jeder hl. Messe bei den Ordnern am Eingang der Kirche möglich.

3. Sonstige Hinweise

a. Weihwasserbecken
Alle Weihwasserbecken in unserem Kirchenhaus bleiben vorerst leer. Auch Berührungen des leeren Weihwasserbeckens sind zu unterlassen.

b. Kollekten
Da keine Gegenstände während der religiösen Veranstaltung umhergereicht werden dürfen, erbitten wir eine Kollekte bei Verlassen der Kirche nach dem Gottesdienst. Der Kollekten-Opferstock befindet sich neben der Ausgangtür der Kirche. Hierbei ist davon abzusehen, den Opferstock zu berühren.

c. Singen
Das Singen während einer religiösen Veranstaltung ist generell nach wie vor untersagt. Die Gesangbücher „Gotteslob“ bleiben weiterhin nicht ausgelegt.

d. Friedensgruß
Der Friedensgruß wird ohne Unterschreitung des Mindestabstandes von 1,5 m durch Zeichengebung ausgetauscht.

e. Kommunion
Beim Empfang der hl. Kommunion bitten wir alle Teilnehmer die Arme deutlich in Richtung Kommunionspender auszustrecken, um einen größtmöglichen Abstand halten zu können. Die Kommunion wird vom Spender und Empfänger ohne Spendedialog („Der Leib Christi“ – Amen“) ausgeteilt.

f. Segenspende
Bei der Bitte um Segnung, erfolgt dies durch den Spender ohne Berührung des Empfängers.

g. Symptome
Menschen mit Symptomen von Erkältungskrankheiten werden dringend gebeten, auf den Besuch unsere Kirche zu verzichten. Wir bitten eindringlich im Verdachts- und/oder Möglichkeitsfall einer Infizierung zum Schutze aller Schwestern und Brüder, Gottesdienste im Fernsehen, Rundfunk und im Internet zu verfolgen.

h. Zelebranten
Priester, Diakone, aber auch Sakristane beachten die unter Pkt. 12. a bis d genannten Vorgaben des Generalvikars im Rundschreiben 15/2020 bei der Vorbereitung religiöser Veranstaltungen in der Sakristei und allen Handlungen am Altar.

Sie können diese Festlegungen des Individuelles Schutz- und Hygienekonzept der Pfarrgemeinde Maria Frieden im Internet auf der Homepage der Gemeinde Maria Frieden und oder im Aushang nachlesen.

Für Rückfragen stehen Ihnen die vom Gemeindepfarrer Ladislao Jareño Alarcón beauftragten Mitglieder des Pfarrgemeinderatsvorstandes gern zur Verfügung. 

Mir, als ihr Gemeindepfarrer, ist sehr wohl bewusst, dass alle hier genannten Einschränkungen, die von ihnen, liebe Schwestern und Brüder, dankenswerter und verständnisvoller Weise bereits seit Wochen geduldig ertragen und mitgetragen werden, auch weiterhin den für uns alle wichtigen und gewohnten Ablauf des religiösen Zusammenlebens teilweise erheblich beeinträchtigen. 

Als Gemeinde stellen wir uns gemeinsam dieser Herausforderung und stehen unerschütterlich im Glauben gemeinsam zusammen. Ihnen und vor allem allen ehrenamtlichen Helfern, die in Einklang mit den rechtlichen Vorgaben uns das gemeinsame Feiern verschiedenster religiöser Veranstaltungen ermöglichen, für unser aller Schutz Sorge tragen und ihren Dienst zum Wohle der Gemeinde leisten danke ich für ihre Hilfe und Unterstützung.

Maria Frieden ist und bleibt ein Ort des Glaubens, der lebt und gelebt wird.

Dieses „Individuelle Schutz- und Hygienekonzept zur Durchführung religiöser Veranstaltungen in der Gemeinde Maria Frieden“ löst die bisherigen Regelungen der „Richtlinien zur Durchführung religiöser Veranstaltungen in der Gemeinde Maria Frieden“ ab, ist mit sofortiger Wirkung umzusetzen und vorerst, den rechtlichen Vorgaben folgend, bis zum 24.10.2020 gültig.

Gottes Segen und bleiben Sie gesund

Ladislao Jareño Alarcón

Gemeindepfarrer Maria Frieden

Leitfaden zum veränderten Beheizen und Lüften von Kirchen während der Carona-Pandemie

In fast allen Lebensbereichen passen wir aktuell unsere Gewohnheiten an, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Auch bei der Nutzung von Kirchen gilt es, anders als gewohnt zu handeln. Mittlerweile sind Aerosole als Transportweg für Coronaviren erkannt.

Auch in Kirchen kann die Ansammlung und ungünstige Verteilung von Aerosolen, die möglicherweise mit Coronaviren beladen sind, verringert werden. Und zwar durch geändertes Heizen und Lüften. Luftbewegungen können Viren von Person zu Person transportieren. Deshalb sind Luftbewegungen durch Thermik und Zugluft so weit wie möglich zu vermeiden. Zudem kann ein für Viren in Aerosolen ungünstiges Klima hergestellt werden, indem die relative Luftfeuchte kontrolliert wird.

Bitte beachten Sie daher die folgenden Hinweise. Damit handeln wir nach heutigem Wissenstand verantwortungsvoll.

Grundsätzliche Maßnahmen

Heizungsregelung einstellen

Beheizen Sie Ihre Kirche so, dass während der Nutzung möglichst eine relative Luftfeuchte von 50 — 60 % eingehalten wird. Neuere Heizungsregelungen haben meist einen Feuchtesensor, mit dem sich dies prüfen lässt. Alternativ können Sie ein einfaches Feuchte-Temperatur-Messgerät nutzen. Wahrscheinlich wird sich daraus eine Temperatur von rund 10 bis 12 °C ergeben.

Rechtzeitig heizen

Empfehlenswert ist, die Zieltemperatur bereits 2 Tage vor der Nutzung zu erreichen. Sind die Wände annähernd so warm wie die Raumluft vermeidet das ungewollte Luftbewegungen. Massive Wände benötigen allerdings viel Zeit um sich zu erwärmen.

Vor dem Gottesdienst

Heizung 30 Minuten vor dem Gottesdienst ausschalten

Der Betrieb der meisten Heizungsarten führt zu Luftbewegungen im Raum. Daher sollten sie rechtzeitig ausgeschaltet werden, damit sich die Luft beruhigen kann. Dies gilt insbesondere für Unterbankheizungen, Heizkörper und auch für Warmluftheizungen, von denen allerdings gem. Informationen der Fa. Mahr keine erhöhte Gefährdung gegenüber anderen Heizsystemen ausgeht.

Fußbodenheizungen, Wandtemperierungen und beheizte Sitzkissen können durchgehend betrieben werden

Während des Gottesdienstes

Während des Gottesdienstes NICHT lüften

Ein Lüften zum Abtransport von virenbelasteten Aerosolen ist in Kirchen nicht wirkungsvoll möglich. Stattdessen würden geöffnete Fenster und Türen ungewollte Luftbewegungen verursachen oder die relative Luftfeuchte stark absinken lassen. Beides ist zu vermeiden.

Fensterheizungen bei kalten Außentemperaturen nutzen

Fensterheizungen sind Heizstäbe unterhalb der Fenster. Sie schützen während des Gottesdienstes vor Fallwinden und wirken ungewollten Luftbewegungen entgegen.

Nach dem Gottesdienst

Kurz aber intensiv lüften

Öffnen Sie alle Türen und Fenster für wenige Minuten (Querlüftung). Aber Vorsicht, die relative Luftfeuchte soll möglichst nicht unter 50 % sinken. Nutzen Sie den Feuchtesensor der Heizungsregelung oder ein einfaches Feuchte-Temperatur- Messgerät zur Kontrolle.

Sollten – trotz der derzeit deutlich geringeren Auslastung der Kirchengebäude, des generell recht großen Luftvolumens in Kirchenräumen und einer zumeist anhaltenden Quelllüftung Bedenken hinsichtlich der Nutzung von Kirchen bestehen – so bietet sich an, zwischen den Gottesdiensten drei Stunden verstreichen zu lassen – die Zeit, die es benötigt, dass sich, nach momentanen wissenschaftlichen Erkenntnissen, keine Viren mehr auf den Aerosolen befinden.